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 Ab sofort geht es wieder los mit

Smartphonehelfer Sprechstunden

Termine für Android: immer Freitag zwischen 10.30 und 12 Uhr in der Stadtbücherei, Anmeldung Telefon 933870 an diesen Tagen: 11.10., 25.10., 8.11., 22.11. und 06.12.2019

Termine für iphone Handys: immer Dienstag zwischen 10.30 und 12 Uhr in der Stadtbücherei, Anmeldung Telefon 09861 933870 an diesen Tagen:  29.10., 19.11. und 03.12.2019

weitere Hinweise siehe Menupunkt "Termine"

 

Die allermeisten Fotos auf unserer Homepage hat uns Herr Eduard Schmitz zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich !

 

Begleiten Sie unsere Arbeit ! Kommen Sie zu unseren Veranstaltungen !

 

 Unsere online Petition zur Krankenhausversorgung im ländlichen Bereich ist auf der Zielgerade !!

Per 28. September 2019 haben sich knapp 41.500 Menschen unserer Petition angeschlossen, das sind 224 pro Tag.

Gut 8500 fehlen noch, also noch 38mal je 224 Unterschriften. Bis 7. November 2019 sollten wir das Ziel 50.000 erreicht haben. Ich glaube, wir schaffen es bis dahin !

Helfen Sie alle mit, mobilisieren Sie Ihre Freunde und Bekannten. Unterschriftslisten gibt es bei Ärzten, Apotheken und vielen Unterstützern in Rothenburg und Umgebung. Oder Sie unterschreiben gleich online. Hier ist der Link zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-das-krankenhaussterben-im-laendlichen-raum

 

Liebe Rothenburgerinnen, liebe Rothenburger,

sehr geehrte Besucher unserer Webseite !

Sie haben sicher oben rechts auf dieser Seite 5 stilisierte blaue Figuren gesehen, die, sich an ihren Händen haltend, im Kreis auf der stilisierten Silhouette unserer Stadt stehen: das Logo des Seniorenbeirates Rothenburg ob der Tauber !

Der Seniorenbeirat wurde 2016 durch die Stadt Rothenburg als eines von fünf Gremien der Bürgerbeteiligung  installiert und  im Januar 2018 neu besetzt. Er wird derzeit von 17 Personen gebildet. Alle arbeiten ehrenamtlich und setzen für eine generationengerechte Gesellschaft in Rothenburg und Umgebung ein. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir mit den anderen Beiräten zusammen. Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir uns vor und geben Ihnen einen Überblick über die von uns seit der Gründung angeregten Themen und Projekte. Und nun folgen Sie uns auf die Seiten unserer Homepage! 

Sollten Sie Fragen haben oder sogar einen Fehler entdecken kontaktieren Sie uns bitte! Vielen Dank!

 

Nahrung fürs Herz

ROTHENBURG – Seit mittlerweile  19 Jahren setzt Küchendirektor Gerald Wüchner im Rothenburger Krankenhaus mit der mediterranen Kost Maßstäbe in Sachen gesunder Ernährung. Dass sich dahinter etwas völlig anderes verbirgt als Pizza, Pasta und Döner und dass die Arbeitsabläufe so aufeinander abgestimmt sind, dass die Mahlzeiten in bester Qualität und vor allem warm bei den Patienten ankommen, davon konnten sich Mitglieder des Seniorenbeirats kürzlich bei einem Besuch in der Großküche überzeugen. 

Küchendirektor Gerald Wüchner (2.v.l.) erklärt den Seniorenbeiratsmitgliedern die Abläufe in der Krankenhausküche. Foto: Scheuenstuhl

Jeden Tag werden rund 1500 Mittagessen in den Kliniken von ANregiomed ausgegeben, erklärt Gerald Wüchner, der für die Küchen aller vier Häuser verantwortlich ist. Etwa 20 Prozent entfallen dabei auf das Rothenburger Krankenhaus. Dort sind insgesamt 17 Vollkräfte, damit betraut, dass Patienten, Angestellte und Besucher etwas Warmes auf den Teller bekommen. Sie sind Köche, Küchenmeister, Verpflegungsassistenten, Diätassistenten und Hauswirtschafter.

Ihr Aufgabenbereicht fängt bei der Befragung der Patienten, welches Gericht sie am nächsten Tag essen möchten, an und erstreckt sich über die Zubereitung bis hin zur Portionierung. Sie sind außerdem für die Ausgabe der Mahlzeiten auf den jeweiligen Stationen zuständig. Diese Nähe zwischen Küche und Patienten sieht Gerald Wüchner als wirkungsvollen „Brücken-Schluss“, durch den auf Wünsche und Anregungen schneller reagiert werden kann.

Als Küchendirektor setzt er den großen Rahmen für die Küche, handelt etwa Verträge mit den Lieferanten aus. In Rothenburg stehen ihm im Führungsteam Christa Kiesel-Himmelein und Küchenchef Jan Harttung zur Seite. Der Speiseplan, aus dem die Patienten jeden Tag zwischen drei Menüs (mediterran, leichte Vollkost und vegetarisch) wählen können, wiederholt sich alle vier Wochen und ist in allen ANregiomed-Häusern gleich. 60 Prozent der Patienten entscheiden sich dabei für die mediterrane Variante.

Tomaten aus Dinkelsbühl,   Fisch aus Feuchtwangen

Da sich die Krankenhausküche als Betrieb und Wirtschaftsfaktor in der Region versteht, achtet die Leitung darauf, auch regional einzukaufen. Man habe Metzger und Bäcker aus der Umgebung, mit denen man zusammenarbeite, so Gerald Wüchner.  Zudem beziehe man beispielsweise die Tomaten aus Dinkelsbühl, die Fische stammen aus Feuchtwangen.

Lebensmittelabfälle versucht man so weit wie möglich zu vermeiden. Dank der Befragung der Patienten hinsichtlich ihrer Essenswünsche kann die Küche anhand von Produktionsplänen sehr genau die Menge der nötigen Lebensmittel errechnen. Außerdem besteht die Möglichkeit, zwischen ganzen und halben Portionen zu wählen. Auch die Erfahrungswerte der Küchenleitung tragen dazu bei, „nicht ins Blaue hinein“ Mahlzeiten zu produzieren, unterstreicht der Küchendirektor.

Alle Speisen werden am selben Tag frisch gekocht, betont er. Auf aufgeheizten Aluplatten gelangen die warmen Speisen in den entsprechenden Wagen mit der nötigen Temperatur zu den Patienten – und zwar innerhalb von 30 Minuten nach der Portionierung.

Als „wichtigsten Teil der Küche“ bezeichnet Gerald Wüchner die Spülküche. Wenn es da Probleme gebe, stehe alles still. Zweimal sei dies schon passiert. Pro Tag durchlaufen 6 000 Geschirrteile die beeindruckende „Waschstraße“, die ebenfalls seit der ersten Stunde des Krankenhauses ihren Dienst tut. Wenn man die medizinische Qualität eines Krankenhauses betrachtet, gehöre die Küche absolut dazu, findet Chef-arzt und Kardiologe Dr. Christian Wacker. Sie ist ein wichtiger Teil des ärztlichen Konzepts. Er schreibt ihr bei der Behandlung sogar „mindestens soviel Wert“ zu, wie alles, was die Mediziner „operativ machen“ können. Die Rothenburger Ärzte kennen die Küche nicht nur vom Hörensagen, denn auch sie werden von Gerald Wüchner in die Praxis der Zubereitung der mediterranen Küche eingeweiht.

Zur Vermeidung beziehungsweise zur positiven Beeinflussung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die mediterrane Kost die erste Wahl. Die mediterrane Küche schließe 80 Prozent aller Krankenhaus-Diäten mit ein, erklärt Gerald Wüchner. Eine spezielle, vom Arzt verordnete  Kostform sei deshalb nur bei speziellen Krankheiten erforderlich. Und auch im Alltag liegen die Vorteile der mediterranen Ernährung auf der Hand. Denn im Gegensatz zu anderen Ernährungsweisen, stehe hinter dieser Variante ein „vernünftiges Konzept“, das sich auch umsetzen lasse, findet Dr. Christian Wacker.

So ist der Sonntagsbraten durchaus mal erlaubt, während man ansonsten vor allem viel Obst, Gemüse und Salate, Kräuter, hochwertige Öle sowie Fisch, Geflügel und Hülsenfrüchte als Eiweißträger zu sich nehmen sollte. Der geringe Einsatz von Salz führt dazu, dass man im Vergleich zu den gewohnten Speisen die Krankenhaus-Gerichte als weniger würzig empfindet.

Es sind sogar noch Kapazitäten frei

Da der Klinik nicht nur das Wohl der Patienten, sondern auch das ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt, wurde unter Gerald Wüchner eingeführt, dass auch das Personal in den Genuss der mediterranen Küche kommt. Mit dem „Tipp der Woche“ steht ihnen ein zusätzliches Gericht zur Auswahl, damit bei dem sich alle vier Wochen wiederholenden Speiseplan keine kulinarische Langeweile aufkommt.

Beim Gang durch die Krankenhausküche fällt auf, dass es selbst während der Zubereitungsphase nicht nach Küche riecht und die Ausmaße recht großzügig bemessen sind. Seit ihrer Inbetriebnahme vor 30 Jahre wurde nichts mehr daran verändert – weil auch kein Bedarf dafür bestand. „Die Küche wurde sehr vernünftig geplant und ist sehr logisch aufgebaut“, sagt Gerald Wüchner. Da sie damals auch für die Versorgung des Schillingsfürster Krankenhauses mitkonzipiert wurde, sei sie für Rothenburg allein eigentlich zu groß. Es wäre durchaus möglich, so der Küchendirektor, „andere Häuser mitzuversorgen“.

Momentan beliefert man neben den hauseigenen Patienten, Mitarbeitern und Besuchern auch die Rothenburger Dialyse-Station sowie einige örtliche Firmen mit Mahlzeiten. Man hätte auch durchaus noch Kapazitäten beispielsweise „Essen auf Rädern“ anzubieten, lässt Gerald Wüchner nebenbei anklingen.

Dass sich die mediterrane Küche in der Region großer Beliebtheit erfreut zeigt sich auch daran, dass bereits über 5000 Personen an einem von Gerald Wüchners Kochkursen teilgenommen haben. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung hat er auch schon einige Kochbücher zum Thema herzgesundes Essen geschrieben. Druckfrisch ist nun sein neuestes Werk erhältlich  (wir berichten noch).  mes

 

 

 

Soilidarität für unser Rothenburger Krankenhaus

 

Spontane Solidaritätsbekundung

Beim Seniorenfrühstück stand plötzlich das Rothenburger Krankenhaus auf dem Programm

ROTHENBURG – Das Seniorenfrühstück im Wildbad ist inzwischen zu einer Institution geworden. Mehr als 90 Besucher haben zunächst an festlich gedeckten Tischen gemeinsam gespeist. Die runden Tische haben zu vielen Gesprächen und Diskussionen angeregt.

Nach der angeregten Diskussion um das Krankenhaus sorgte die Sitzgymnastik für Entspannung. Foto: privat

Es blieb nicht aus, dass die Diskussion um das Krankenhaus Ansbach auch hier zum Thema wurde. Herr Dr. Paul Kerscher, der frühere Chefarzt der Chirurgie in Rothenburg, hat die Entwicklung der Kardiologie in Rothenburg aus nächster Nähe verfolgt. In einem spontanen Statement hat er sachlich vorgetragen, wie vor zirka 15 Jahren Dr. Christian Wacker nach Rothenburg kam.

Er ist damals auf den Chef der Ansbacher Kardiologie zugegangen und wollte mit ihm gemeinsam die Herzkatheter-Therapie aufbauen. Dies ist von Ansbach aber abgelehnt worden. Mit Unterstützung der damaligen Geschäftsführung hat er dann eben nur in Rothenburg den Herzkatheter aufgebaut. Dabei hat er in der Anfangszeit über sechs Monate einen 24/7-Dienst alleine betrieben. Rasch zeigte sich, dass er ein hervorragender Kardiologe ist.
Hohes Ansehen
Er hat sich sowohl bei der Bevölkerung wie auch bei den Ärzten ein hohes Ansehen erworben. Auf Grund des Patientenzustroms konnte er Rothenburg zu einem Zentrum ausbauen. Er hat einen versierten Elektrophysiologen gewinnen können. Mit speziellem      Katheter-Messplatz kann jetzt hier eine Kardiologie auf höchstem Niveau betrieben werden. Dr. Christian Wacker hat sich internationale Anerkennung erworben. Er hat an bedeutenden Studien zur akuten Herzinfarkttherapie teilgenommen, in die auch die Daten der hier behandelten Patienten eingeflossen sind. Die Ergebnisse der Studie sind von der deutschen Gesellschaft für Kardio­logie in die deutschen Leitlinien zur Herzinfarkttherapie übernommen worden. Diese Leistung wurde 2017 von der Arbeitsgemeinschaft der             Leitenden Krankenhaus-Kardiologen Deutschlands mit einem Förderpreis gewürdigt.
Gewinn für gesamtes Klinikum
Dr. Rainer Hoffmann, selbst Internist, ehemaliger Chefarzt  und Vorsitzender des Seniorenbeirats, würdigte ebenfalls Dr. Christian Wacker als hervorragenden Kardiologen und einen Gewinn für das gesamte Klinikum. Dieser  hat vor Jahren zusätzlich die Leitung der Kardiologie in Ansbach übernommen und ist an drei Wochentagen in Ansbach und an zwei in Rothenburg tätig. Und dies, obwohl in Rothenburg etwa eineinhalb mal so viele Herzkatheter als in Ansbach durchgeführt werden.
Das völlige Unverständnis im Saal über die „öffentliche Demontage“ von  Dr. Christian Wacker griff Dr. Rainer Hoffmann auf. Er bat die Anwesenden, dieses Thema im Bekanntenkreis weiter zu diskutieren und gerade jetzt zum Krankenhaus Rothenburg zu stehen. Die Erhaltung der Kardiologie in Rothenburg ist im „Interesse des gesamten Klinikums“. Wenn die Kliniken schon „ein Haus“ sind, ist auch Solidarität gefordert.
Dr. Christian Wacker setze sich „mit ganzer Kraft“ für das Ansbacher Krankenhaus ein. Nach dem Weggang von Dr. Jörn Maroske, dem Chef der Chirurgie in Rothenburg, sei über mehr als ein halbes Jahr der einzige verbliebene Oberarzt „alleine gelassen“ worden. Nicht einen einzigen Tag sei er von seinen Ansbacher Kollegen unterstützt worden.
Dr. Rainer Hoffmann  unterstrich, dass der gesamte Seniorenbeirat sich auch öffentlich hinter Dr. Christian Wacker stelle und die „unsachliche und schädliche Diskussion in der Presse“ verurteile. Gerade richtig zur Entspannung stand dann anschließend die Sitzgymnastik auf dem Plan, angeleitet von Christel Flörchinger. Die Besucher turnten fleißig mit.
Den Vormittag schloss Burkhart Eugen mit der Kurzgeschichte  „Die Geschichte des Hausierers“ von Mark Twain ab.   eb