April 2018 

Senioren-Frühstück 60+

Zum Thema „Zeitzeugen“ erinnerten 2 Rothenburger Nachkriegskinder an Alltägliches und Besonderes aus ihrer Kindheit in den 50er Jahren. Danach verabschiedete der Beirat Pfarrer Herbert Dersch in den Ruhestand. Er hat unsere Veranstaltungen im Wildbad sehr gefördert und wir sind für diese Unterstützung dankbar.

 

Foto: Eduard Schmitz 

  

Seniorenkino

gewesen am 13.03.18   "Robot und Frank"

Der gealterte Juwelendieb Frank bekommt von seinem Sohn einen Haushalts- und Pflegeroboter geschenkt. Nach einiger Zeit realisiert er, dass er dessen künstliche Intelligenz als Komplizen nutzen könnte. Mit leisem Humor erzählt der Film von einer ungewöhnlichen Freundschaft und nimmt dabei menschliche Schwächen und Stärken in den Blick.
 

  

  Februar 2018:

Für Notfall gewappnet

Seniorenfrühstück lockte mit guten Gesprächen und Informationen

Nach der ausverkauften Seniorenfaschingsveranstaltung konnten sich das Organisationsteam des Seniorenbeirates um Burkhart Eugen sowie Pfarrer Herbert Dersch als Hausherr im Wildbad zur jüngsten Auflage des Seniorenfrühstücks erneut über einen bis zum letzten Platz besetzten Theatersaal freuen.
 

Das Seniorenfrühstück im Wildbad war erneut sehr gut besucht. Fotos:  Eduard Schmitz

Die fleißigen Mitarbeiterinnen der Gastronomie des Hauses servierten   das Frühstück an die Tische, an denen anregende Gespräche zwischen den Senioren entstanden. Nach der Mahlzeit wurde den Gästen Information und Schulung zum Thema „Notruf 112“ geboten. Hierzu waren Bernd Neefischer, Rettungssanitäter und Disponent bei der Integrierten Leitstelle Ansbach, sowie Werner Holzberger vom Bayerischen Roten Kreuz Rothenburg gekommen.

Neefischer erläuterte in seinem mit Bildern unterstützten Vortrag Zuständigkeit, Organisation und Verfahrensabläufe der Notrufzentrale. Die Leitstelle ist zuständig für die Landkreise Ansbach und Neustadt/Aisch. Sie disponiert alle eingehenden Notrufe für Feuerwehr-, Rettungs- und Notarzteinsätze sowie Hubschrauberrettung. Die Zentrale verfügt über sieben digital ausgestattete Kommandoplätze und ist rund um die Uhr mit mindestens einem Disponenten und zwei Koordinatoren besetzt. Gearbeitet wird in 12-Stunden-Schichten, in denen durchschnittlich 225 eingehende Anrufe bearbeitet werden, also alle drei Minuten ein Notruf pro Sachbearbeiter. Die Dauer  der Telefonate beträgt im Schnitt eine Minute.

Werner Holzberger bei der Herzmassage.

Die alarmierenden Anrufer werden zunächst nach genauen Ortsangaben und Verletzten befragt, damit der Disponent im Hintergrund unverzüglich die gebotenen Hilfsmaßnahmen auslösen kann. Falls erforderlich führt der Disponent den Anrufer mit  für die Rettung erforderlichen Anleitungen solange durch das Telefonat, bis die Einsatzkräfte am Unfallort angekommen sind und übernehmen.

Gemeinsam mit Werner Holzberger simulierte er den Ablauf eines Herzinfarkt-Notrufes. Holzberger meldete, er habe eine leblose Person aufgefunden. Bernd Neefischer leitete ihn an, eine Herzdruckmassage (an einer Puppe) durchzuführen und diese bis zum Eintreffen des Rettungsteams nach zehn Minuten aufrecht zu erhalten.
In einer regen Diskussion wurde auch mitgeteilt, dass der Seniorenbeirat gemeinsam mit dem BRK einen speziell für die Bedürfnisse und Möglichkeiten von Senioren ausgerichteten kostenlosen Erste-Hilfe-Kurs anbietet.
 

Januar 2018:

In der Reihe "Seniorenkino 60+ im Wildbad" wurde der schwedische Spielfilm "Ein Mann namens Ove" gezeigt:

Nach dem Tod seiner geliebten Frau entwickelt sich der Pensionär Ove  zum nörgelnden Aussenseiter, der alles Mögliche unternimmt, um sein Leben zu beenden. Jedoch kommen ihm immer wieder Nachbarn in die Quere, die seine Hilfe brauchen. Obwohl er diese nur widerwillig gewährt wird, entsteht im Lauf der Zeit daraus so etwas wie Freundschaft. Entgegen seinem Wunsch zu sterben kehrt Ove ins Leben zurück. Er wird vom bestgehassten Nachbarn zu einem an den man sich wendet, wenn man Hilfe braucht. Er bleibt ein Mann mit strengen und starren Prinzipien, und es gelingt ihm sogar bei sich selbst, und bei anderen positive Veränderungen zu bewirken.

Der Film zeigt eine sehenswerte Geschichte, die den Zuschauer zum Lachen und zum Weinen bringt und der nachdenklich stimmt. Im positiven Sinn!

 

Im Anschluss an diese  Filmvorstellung fand die 

Sitzung zur Neukonstituierung

statt. Die Liste der neu gewählten Seniorenbeiräte finden Sie im Menü unter Unsere Mitglieder.

Der neue Vorstand setzt sich zusammen: Dr. Rainer Hoffmann (Vorsitzender), Axel Kutscheidt (Stellvertreter), Rolf Schönemann (Kassier), Lars Kriegel - Moll (Schriftführer) 


Seniorenbeiratssitzung 17.01.2018                Foto: E. Schmitz

 

 

Senioren rocken den Rokokosaal

 

Das Modewort „rocken“ steht umgangssprachlich dafür, dass etwas als positiv empfunden wird, dass man sich für etwas begeistert. Diese Zeitung hatte bereits  vorab gemeldet, das Frühstück im Wildbad sei ausgebucht, denn 90 Personen hatten reserviert. Aber es kamen mehr. Axel und Ingeborg Kutscheidt schafften mit den hilfsbereiten Kräften des Hauses weitere Tische heran, man rückte zusammen. Schließlich rockten 104 Senioren den Rokokosaal.

Nach dem Willkommensgruß durch Pfarrer Herbert Dersch herrschte während des gemeinsamen Frühstücks an allen Tischen ein reger Gedankenaustausch, in dessen Verlauf Barbara Klieber und Gerti Kuch die Gäste mit eingängigen Melodien unterhielten, vierhändig gespielt auf dem weißen Blüthner – Flügel. Sie erhielten warmen Beifall der Gäste. Mitglieder des Seniorenbeirates um Dr. Paul Kerscher  wiesen auf die laufenden Projekte Seniorenkino, Smartphonehelfer, Senioren-Mittagstisch und die Initiative zum uneingeschränkten Erhalt des Rothenburger Krankenhauses hin.

Doris Schmitz führte in das Hauptthema „Stadtbus – Bürgerbus – wie wünschen wir uns die Zukunft“ ein. Sie schilderte  die aktuelle Situation  des an den Schulbus angebundenen Stadtverkehrs und thematisierte aus Seniorensicht bestehende Unzulänglichkeiten. Die sich anschließende rege Diskussion wurde von Burkhart Eugen moderiert. Nahezu an jedem Tisch gab es Wortmeldungen mit Hinweisen und Wünschen. Diese wurden durch den Beirat notiert, von mehreren Besuchern wurden weitere schriftliche Vorschläge angekündigt. All dies wird dann ausgewertet und gebündelt. So wollen die Senioren Anregungen für die Verbesserung des öffentlichen innerstädtischen Verkehrs und der Verbindungen in die Nachbarorte erarbeiten und in die Neuplanung ab 2018 einbringen.

 

Eine Gruppe von 5 stilisierten Menschen hält sich im Kreis stehend bei den Händen. Sie sind blau eingefärbt und stehen symbolisch für den Seniorenbeirat der Stadt Rothenburg. Veröffentlichungen und Flyer des Beirates tragen dieses Signet.

„Wir sind die 5 blauen Männchen“, so stellte Burkhart Eugen, der Moderator des erstmalig am Nikolaustag durchgeführten Seniorenfrühstücks im Wildbad, die Organisatoren und Helfer seiner Gruppe vor: Doris Schmitz, Axel Kutscheid, Rudolf Klieber. Dichter Nebel lag in den Morgenstunden über Stadt und Taubertal, wer gedacht hatte, Rothenburgs Senioren ziehen die warme häusliche Wohnung vor, lag falsch. Bei Beginn um 9 Uhr war der Theatersaal gut gefüllt, und Pfarrer Herbert Dersch gab als Hausherr das Motto „in Verantwortung und enkelgerecht leben“ für die Gespräche an den Frühstückstischen als Thema vor.

OB Walter Hartl las im Anschluss die Geschichte eines weihnachtlichen Friedens zwischen amerikanischen und deutschen Kriegsssoldaten auf einem Einödehof in der Eifel, wohin sie sich verirrt hatten, vor und Herbert Knäulein begleitete am Flügel die sangesfreudigen Senioren zu mehreren adventlichen Liedern. Ihm, den Fahrern des Fahrdienstes Friedrich Heilmann und Eduard Schmitz sowie Ingeborg Kutscheid, die wohlschmeckende selbst gebackene Plätzchen für die mehr als  120 erschienenen Personen spendiert hatte, galt der abschließende dankbare Applaus der Gäste.

Die Pflege alter Freundschaften sowie die Begründung neuer Bekanntschaften in zwangloser Frühstücksathmosphäre, dieses Angebot haben die „blauen“ Seniorenbeiräte ihren Besuchern versprochen. Sie haben es gehalten

 

96 Plätze an 12 großen Tafeln hatte das Wildbad für die aktuelle Vorstellung des Seniorenkinos im Theatersaal eindecken lassen. Thermoskannen mit Filterkaffee und von Ingeborg Kutscheid selbstgebackener Kuchen standen bereit, als der Saal geöffnet wurde und die Besucher Platz nahmen. Wieder reichten die Plätze nicht aus, erneut wurden wegen des regen Zuspruchs weitere Stühle herangebracht. Die angeregten Unterhaltungen der Senioren begründeten einen satten Geräuschpegel im Saal während der Kaffeestunde, die mit dem Willkommensgruß durch Stephan Michels, dem stellvertretenden Leiter der Tagungsstätte, endete.

Die Arbeitsgruppe des Seniorenbeirates hatte mit „Leergut“ den erfolgreichs-ten tschechischen Film aller Zeiten ausgewählt: ein pensionierter Lehrer hält es zuhause nicht aus, wo seine seit 40 Jahren angetraute Frau regiert. Nach einer kurzen Tätigkeit als Fahrradkurier landet er in der Leergutannahme eines Supermarktes, wo er zum Heiratsstifter wird, während seine eigene Ehe den Reiz verloren hat.  Voller Ironie auf das Leben und die Liebe  versucht seine Frau  ihrem geliebten Mann den Kopf zu waschen, freilich gegen dessen Protest und letztlich ohne Erfolg. Ein humorvoller Film, der die Rothenburger häufig zum Lachen brachte und der eine Komödie ist, gleichwohl manchmal die Grenze zur Tragikomödie berührt. Maßgeschneidert für Senioren und Langzeitverheiratete, die sich in etlichen „Szenen einer Ehe“ wohl selbst wiedererkennen konnten.  Ein Streifen mit Happyend, da die beiden am Hochzeitsjubiläum wieder zusammenfinden und der die Zuschauer schmunzelnd und nachdenklich zugleich entließ.