Vorarbeit des Seniorenbeirats

 „Initiative zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs“ an Verwaltung übergeben

ROTHENBURG – Der Seniorenbeirat Rothenburg hat in seiner Oktobersitzung eine „Initiative zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ab 2019“ einstimmig beschlossen. Das Konzept mit einer Liste von über 110 Bedarfs-Bushaltestellen wurde dem Rat und der Verwaltung, vertreten durch den Oberbürgermeister, übergeben sowie den Fraktionen des Stadtrates zugänglich gemacht. 

Der Beirat schlägt für Rothenburg ein Kleinbus – Bedarfsverkehrssystem vor, wie es im Landkreis Günzburg seit Jahren erfolgreich praktiziert wird. Hierbei meldet der Kunde bis längstens 30 Minuten vor Fahrtantritt seinen Fahrtwunsch telefonisch an. Er wird an einer nahegelegenen Bedarfshaltestelle abgeholt und zu seiner Zielhaltestelle gebracht. Die vorgeschlagenen Bedarfshaltestellen sind je 200 bis 250 Meter voneinander entfernt, damit kann jeder Kunde seinen Zustieg durch eine nur kurze Zugangsstrecke erreichen.
Mit der Initiative will der Beirat erreichen, dass ein gegenüber dem jetzigen Linienbussystem wesentlich verbesserter öffentlicher Verkehr ab 2019 eingeführt wird und insbesondere auch die Altstadt und die Stadtteile bedarfsgerecht bedient werden können und zwar an 365 Tagen im Jahr, täglich in der Zeit von etwa 6 Uhr durchgehend bis 23 Uhr. In keiner Weise vorgreifen Das Konzept und seine Liste erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit, der Festlegung durch die zuständigen Fachausschüsse und Entscheidungsträger soll in keiner Weise vorgegriffen werden. Wichtig für die spätere Festlegung ist dem Beirat folgendes: Es handelt sich um Bedarfshaltestellen, manche werden vielleicht selten, andere sehr häufig angefahren.

Nachdem Oberbürgermeister Walter Hartl das Haltestellenkonzept vom Seniorenbeirat überreicht bekommen hatte, nahm er dazu im Gemeinschaftsbeirat Stellung. Er lobte den Einsatz des Beirates bei der Ausarbeitung des Planes, der eine „gute Arbeitsgrundlage“ darstelle. Über die Kommunale Allianz müsse als nächstes ein Umsetzungbegleiter angestellt werden. Außerdem gilt es das Betriebskonzept in Auftrag zu geben. Die Leistungen müssen ausgeschrieben werden, sonst gebe es für das Projekt keine Förderung, gab das Stadtoberhaupt zu bedenken. Sofern nicht bereits bei bestehenden Haltestellen vorhanden, benötigen solche Bedarfspunkte keine zu bauenden überdachten und schützende Bauten, die einen hohen Platzbedarf und Kostenbedarf verursachen, findet der Seniorenbeirat. Sie brauchen ebenfalls keine zu errichtenden Haltebuchten und keine freizuhaltenden Verkehrsflächen 10 Meter vor und/oder hinter dem Haltepunkt. In der voraussichtlich mehrjährigen „Erprobungsphase“ sollten kostenintensive „Baumaßnahmen“ vermieden werden. Haltpunkte sollen bevorzugt an beleuchteten Stellen oder deren Nähe sein. Es wird – jedenfalls in der Orientierungsphase – für nicht erforderlich gehalten, an Haltepunkten zusätzlich neue Beleuchtungen zu installieren, insbesondere wenn diese potenziell nur selten angefahren werden. Haltepunkte sollten nur mit zwar eindeutigen, aber möglichst kleinvolumigen Klebeschildern gekennzeichnet werden, die man insbesondere in der Orientierungsphase nach etwa getroffenen Erkenntnissen gegebenenfalls auch um 10 oder 20 Meter nach links oder rechts verlegen kann, nicht mit großen Haltestellenschildern. Rat und Verwaltung werden gebeten, über den Fortgang der Planung, Ausschreibung und Vergabe die Bürgerschaft regelmäßig (etwa in Ab-ständen von 2 Monaten) zu informieren. Man verstehe dies als einen Service für die Bürger, die bei der Realisierung dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme „mitgenommen“ werden sollen. Das Stadtoberhaupt warb um Verständnis, dass nicht jeder Arbeitsschritt öffentlich gemacht werden kann. ...