Auf Besuch im „Betreuten Wohnen“

Neuer Seniorenbeirat hat noch vor seiner Akkreditierung die Arbeit aufgenommen

ROTHENBURG – Noch vor seiner offiziellen Akkreditierung durch den Stadtrat hat der neubesetzte Seniorenbeirat seine Arbeit aufgenommen. Auf Vermittlung von Irmgard Fischer (Amt für soziale Angelegenheiten) besuchte der Beirat die Eigentümer-/Mietergemeinschaft „Betreutes Wohnen“ in der Wächterstraße.

Irmgard Fischer (rechts) hat den Seniorenbeirat zum Besuch ins „Betreute Wohnen“ mitgebracht. Foto: privat

Nach dem Ausscheiden des BRK als Träger dieser Wohnform bilden die rund 59 Wohnungseinheiten keinen Verband mehr, sondern eine lose Gemeinschaft, in der Betreuungsleistungen, Hauswirtschaftshilfe usw. bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Der ambulante Pflegedienst Christiane Philipp hat seit einigen Monaten seine Verwaltung in den dortigen Räumlichkeiten eingerichtet und bietet den Bewohnern gewünschte Leistungen an, ohne dass eine Bindung an diesen Dienst besteht. Die Firmeninhaberin erläuterte den Beiräten zunächst das im Umbruch befindliche neue Konzept. Daran anschließend wurden Gemeinschaftsräume besichtigt, insbesondere Gymnastikraum, Spiel- und Kaminzimmer.

In der Kaffeestube der Einrichtung trafen die Beiratsmitglieder auf eine große Gruppe von Bewohnern. Diese, meist zirka 80 jährig, leben nach ihren Bekundungen gerne in der Einrichtung, fast alle beziehen die örtliche Tageszeitung, ca. die Hälfte benutzt noch den eigenen Pkw, alle können die nahe gelegenen Versorgungseinrichtungen noch selbst, gegebenenfalls mit Rollator erreichen.

Sehr selbstständig

Es ist somit bei diesen Mitbürgern noch ein hohes Maß von Selbstständigkeit vorhanden. Digitale Medien, Computer, Smartphones werden hingegen nicht benutzt. Irmgard Fischer stellte ihnen das neue Programm „Kultur für alle“ vor und lud zur Teilnahme an den kulturellen Veranstaltungen mit Fahrdiensten ein.

Dr. Rainer Hoffmann machte sich als neuer Vorsitzender des Beirates bekannt, und gab einen umfassenden Überblick über die Projekte und Aufgaben des Beirates, der sich als Wahrer und Vertreter der Interessen aller Rothenburger Senioren versteht. Diese stießen auf großes Interesse der Bewohner, so dass sich – bei Kaffee und Kuchen – ein von Burkhart Eugen moderierter reger Meinungs- und Informationsaustausch entspann: Es gab Klagen über die zu dünnen gelben Plastiksammelsäcke, Fragen zu den neu vorgeschriebenen Rauchmeldern in Wohnungen, insbesondere wurde ein großes Interesse an dem bedarfsorientierten Flexibussystem geäußert. Es entstand eine lebhafte Diskussion über kommunale Belange, die in kleineren Gruppen mit einzelnen Beiratsmitgliedern und Bürgern erörtert wurden. Ein Besuch „vor Ort“, der bei den Bewohnern gut ankam. be