Preis mittelalterlicher Schönheit

6. September 2017 

Stadtplan für alle“ informiert Gäste über Steigungen und Barrieren der Tauberstadt

Die engen, gepflasterten Gassen und die historischen Gebäude verleihen Rothenburg den Charme einer Stadt direkt aus dem Märchenbuch. Doch die infrastrukturellen Gegebenheiten von anno dazumal bringen im wahrsten Sinne des Wortes so manche Stolperfalle mit sich. Um genau zu wissen, was einen bei einem Gang durch die Altstadt erwartet, gibt es nun den „Stadtplan für alle“.

Bereits 2012 begann der Arbeitskreis Inklusion sich über eine Übersichtskarte der Tauberstadt Gedanken zu machen, die kleine und große Stolperfallen für Ortsunkundige direkt sichtbar macht..Umso größer ist nun die Freude bei allen Beteiligten – dem Team Stadtplan des Inklusionsbeirates, dem Seniorenbeirat und dem Rothenburg Tourismus Service (RTS) – dass man den Stadtplan endlich auf den Weg gebracht hat. Die engagierten Beiratsmitglieder belieferten das RTS mit den erarbeiteten Inhalten und das Tourismusbüro setzte diese dann entsprechend grafisch um.

Der Stadtplan habe im Grunde zwei Funktionen, erklärt Walter Körber vom Inklusionsbeirat. Zum einen zeigt er an, auf welchen Wegen man mit welchen Hindernissen und Steigungen zu rechnen hat. Barrierefreie Wege sind mit grünen Punkten markiert. Auf den rot gepunkteten Strecken gibt es reichlich Barrieren, etwa größere Steigungen oder schwierige Bodenbeläge.

Sorgen nicht zerstreut

13. Februar 2017  

Viele offene Fragen zum Klinikverbund ANregiomed

Das Rothenburger Krankenhaus liegt den Bürgern am Herzen. Dies zeigte die große Resonanz am Informationsabend von Förderverein „Mediroth“ und Seniorenbeirat am Freitagabend in der „Schranne“. Saal und Nebenraum waren vollbesetzt. Oberbürgermeister Walter Hartl sah sich als Verwaltungsrat des westmittelfränkischen Klinikverbundes ANregiomed in der Diskussion veranlasst, einiges gerade zu rücken. Die Sorgen der Bürger um die wirtschaftliche Entwicklung des Kommunalunternehmens konnte er jedoch nicht zerstreuen. ...

... Der Vorsitzende des Rothenburger Krankenhaus-Fördervereins „Mediroth“, Hans-Peter Nitt sprach in seiner Begrüßung die Sorge an, „dass unsere Klinik durch Umstrukturierungen auch in den Strudel der roten Zahlen gerät und letztlich der hiesige Standort gefährdet ist“. Momentan steht das Rothenburger Krankenhaus sehr gut da. Es hat einen hervorragenden medizinischen und pflegerischen Ruf, arbeitet wirtschaftlich und schreibt schwarze Zahlen. Pro Jahr werden dort zirka 6400 Patienten stationär und über 2500 Menschen ambulant behandelt. In der Geburtshilfestation kommen jährlich über 500 Kinder zur Welt.

Seit Sommer 2013 ist das Rothenburger Krankenhaus Teil des Klinikverbundes, der tief in den roten Zahlen steckt. „Man hat den Eindruck, dass sich das defizitäre Rad immer schneller dreht“, so Hans-Peter Nitt. Zu ANregiomed gehören neben den Hospitälern in Ansbach, Rothenburg und Dinkelsbühl auch eine Tagesklinik in Feuchtwangen, fünf Medizinische Versorgungzentren und sechs Pflegeschulen.

Dr. Paul Kerscher hat einen besonders engen Bezug zum Krankenhaus Rothenburg. Er war 23 Jahre Chefarzt der Chirurgie und ist auch jetzt im Rentenalter als erfahrener Kollege einmal in der Woche am Operationstisch tätig. Er kennt die Versorgungseinrichtung wie seine Wes­tentasche und hat sich immer für das Krankenhaus eingesetzt. Während seiner aktiven beruflichen Zeit verzichtete der Mediziner sogar darauf, die mit seiner Arbeit verbundenen finanziellen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, weil er das Ganze im Blick hatte.

Gefährdungspotenzial sieht Dr. Paul Kerscher im Stellenabbau bei den Chefärzten und bei der nachgeordneten Ärzteschaft sowie in der Pflege. Folge könnte ein Rückgang der Patientenzahlen sein. Er warnte auch vor einer Verlagerung von Leistungsangeboten an andere Häuser. An Beispielen in Moosburg und Neu-Ulm zeigte er auf, dass inzwischen selbst rentable Kliniken geschlossen werden. Wenn es nach den Krankenkassen gehe, sollen alle kleinen Krankenhäuser unter 300 Betten dichtgemacht werden, weil sie nicht mehr konkurrenzfähig seien, beklagte Dr. Paul Kerscher.

Vorarbeit des Seniorenbeirats

 „Initiative zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs“ an Verwaltung übergeben

ROTHENBURG – Der Seniorenbeirat Rothenburg hat in seiner Oktobersitzung eine „Initiative zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ab 2019“ einstimmig beschlossen. Das Konzept mit einer Liste von über 110 Bedarfs-Bushaltestellen wurde dem Rat und der Verwaltung, vertreten durch den Oberbürgermeister, übergeben sowie den Fraktionen des Stadtrates zugänglich gemacht. 

Der Beirat schlägt für Rothenburg ein Kleinbus – Bedarfsverkehrssystem vor, wie es im Landkreis Günzburg seit Jahren erfolgreich praktiziert wird. Hierbei meldet der Kunde bis längstens 30 Minuten vor Fahrtantritt seinen Fahrtwunsch telefonisch an. Er wird an einer nahegelegenen Bedarfshaltestelle abgeholt und zu seiner Zielhaltestelle gebracht. Die vorgeschlagenen Bedarfshaltestellen sind je 200 bis 250 Meter voneinander entfernt, damit kann jeder Kunde seinen Zustieg durch eine nur kurze Zugangsstrecke erreichen.
Mit der Initiative will der Beirat erreichen, dass ein gegenüber dem jetzigen Linienbussystem wesentlich verbesserter öffentlicher Verkehr ab 2019 eingeführt wird und insbesondere auch die Altstadt und die Stadtteile bedarfsgerecht bedient werden können und zwar an 365 Tagen im Jahr, täglich in der Zeit von etwa 6 Uhr durchgehend bis 23 Uhr. In keiner Weise vorgreifen Das Konzept und seine Liste erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit, der Festlegung durch die zuständigen Fachausschüsse und Entscheidungsträger soll in keiner Weise vorgegriffen werden. Wichtig für die spätere Festlegung ist dem Beirat folgendes: Es handelt sich um Bedarfshaltestellen, manche werden vielleicht selten, andere sehr häufig angefahren.

  

Für 2018 neuen Anlauf nehmen

1. September 2017   

Suche nach besseren Konditionen für dringend fällige Wanderwege-Sanierung an der Riviera

ROTHENBURG – Wie geht es jetzt nach den zuletzt negativen Vorzeichen weiter bei der Sanierung der Wanderwege an der Riviera? Die Frage hat unter anderem auch den Ferienausschuss des Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt.

 Nach wie vor sei die Stadt festen Willens, das Projekt möglichst zügig anzugehen, versicherte Oberbürgermeister Walter Hartl unserer Redaktion im Nachgang zur Sitzung. Es stehe nun für 2018 auf der Tagesordnung, in der Hoffnung, bei der Regierung von Mittelfranken doch noch eine Förderzusage zu erhalten.

 Sommer zur Arbeit genutzt
 
Beiräte stellen Ergebnisse der vergangenen Monate im Gemeinschaftsbeirat vor


ROTHENBURG – Zum letzten Mal in dieser Amtsperiode tagte der Gemeinschaftsbeirat in der Toppler-Grundschule. Nach mittlerweile zwei Jahren ehrenamtlichen Engagements in diesen erstmals ins Leben gerufenen Gremien, steht Anfang des kommenden Jahres erneut die Benennung der Mitglieder der Einzelbeiräte an. Deren Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende bilden zusammen den Gemeinschaftsbeirat.