Dieser Arbeitskreis befasst sich mit den Hindernissen, die sich der wachsenden Zahl körperlich beeinträchtigter Menschen jeden Alters in der Stadt Rothenburg bieten. Wir konzentrieren uns zunächst auf die Altstadt innerhalb der Stadtmauern mit ihren Straßen und Gassen.

Da die Barrierefreiheit auch ein Schwerpunkt des Inklusionsbeirates ist, sprechen wir uns mit dessen Mitgliedern ab und treffen eine Arbeitsteilung. Der Inklusionsbeirat befasst sich hierbei mit der Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude.

Aufgrund seiner historischen Entwicklung und seines auch heute noch mittelalterlich erhaltenen Stadtkerns ist Rothenburg mit seinen gepflasterten Gassen für gehbehinderte Menschen ein sehr „schwieriges Pflaster“. Hohe Bordsteinkanten, teils zu schmale Gehsteige, teils schlecht verlegtes Pflaster und parkende Autos erschweren dem körperlich beeinträchtigten Bewohner und Besucher den Zugang zur Altstadtmitte.

Wir dokumentieren diese Barrieren und machen den Behörden Vorschläge, wie man den Abbau dieser Hindernisse umsetzen könnte. Gleichzeitig erstellen wir eine Prioritätenliste, um darzustellen, welche Stolperfallen möglichst bald behoben werden soll.

 

Gute Ansätze hat die Stadt Rothenburg bereits gezeigt bei der Sanierung der oberen und unteren Schmiedgasse. Hier wurden die Gehwege abgesenkt und mit planem Pflaster ausgeführt, ebenso im Bereich der Johanniskirche und Querungshilfen an der Einmündung Wenggasse in die untere Schmiedgasse. Diese Beispiele zeigen, dass unter Erhalt des historischen Aspektes Barrierefreiheit möglich ist. Unsere Arbeit soll die Stadt bestärken diesen Weg bei Baumaßnahmen konsequent fortzusetzen.

Da wir die Hindernisse im Sommer 2016 fotografisch festgehalten haben, lässt sich später ein Vergleich zur Ausgangssituation herstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist, die Stadt Rothenburg immer wieder aufzufordern, dass die Rivierawege vor den Mauern der Stadt am Hang zur Tauber dringend saniert werden müssen. Der Zustand dieser Spazierwege ist zwischenzeitlich beschämend. Noch werden die gemachten Zusagen der Stadt nicht umgesetzt. – Wir bleiben dran ­-.

Stolz sind wir darauf, dass die Stadtwerke auf unseren Vorschlag hin im Hallenbad eine Metalltreppe mit Handlauf eingebaut hat. Hierdurch wird der Ein- und Ausstieg in das Wasserbecken gerade den älteren Herrschaften erleichtert.

Ein ganz wichtiges Thema ist für uns der Erhalt „unseres Krankenhauses“, weshalb wir im Frühjahr 2017 gemeinsam mit dem Krankenhausförderverein Mediroth eine Großveranstaltung abhielten. Mit großem Interesse werden wir die weitere Entwicklung verfolgen.